Gratis VPN Dienste: Welche VPN ist wirklich kostenlos?

Gratis VPN kostenlos nutzen für mehr Sicherheit.
VPN Dienste sorgen für eine verschlüsselte Datenübertragung (Bild: DALL-E 2)

Kostenlose VPN-Dienste versprechen Anonymität und Sicherheit – doch Vorsicht ist geboten. Während seriöse Anbieter wie ProtonVPN tatsächlich kostenlos verschlüsselte Verbindungen bereitstellen, lauern bei vielen Gratis-VPNs erhebliche Risiken: Studien aus 2024 zeigen, dass 20% der kostenlosen VPN-Apps als Malware eingestuft wurden und 67% der Anbieter Nutzerdaten an Dritte verkaufen.

Welche Gratis VPNs sind tatsächlich vertrauenswürdig? Dieser Testbericht stellt die besten kostenlosen VPN-Dienste vor – ProtonVPN, Windscribe und Hide.me – und erklärt, warum gerade bei gratis Angeboten ein kritischer Blick auf das Geschäftsmodell unverzichtbar ist. Denn die goldene Regel lautet: Wenn das Produkt kostenlos ist, bist oft du selbst das Produkt.

🏆 Testergebnis: Die 3 besten kostenlosen VPNs im Vergleich

AnbieterDatenvolumenLänderProtokollBewertung
🥇 ProtonVPN✅ Unbegrenzt3 LänderWireGuard⭐⭐⭐⭐⭐
🥈 Windscribe10 GB/Monat11 LänderWireGuard⭐⭐⭐⭐
🥉 Hide.me10 GB/Monat5 LänderWireGuard⭐⭐⭐⭐
💡 Testsieger-Empfehlung: Für maximale Anonymität ohne Datenlimit ist ProtonVPN die beste Wahl. Wer mehr Serverauswahl braucht, greift zu Windscribe. Hide.me überzeugt mit Transparenz, Stealth Guard-Funktion und strengem Datenschutz.

Die besten kostenlosen VPN-Dienste im Detail

Nur drei kostenlose VPN-Dienste erfüllen alle Kriterien für seriöse Anbieter: transparentes Geschäftsmodell, geprüfte No-Logs-Policy und keine Malware-Vorwürfe. ProtonVPN, Windscribe und Hide.me finanzieren sich durch zahlende Premium-Nutzer – ihre Gratis-Versionen sind echte Basis-Tarife, keine Datenfallen.

Die folgende Gegenüberstellung zeigt, welcher Dienst für welchen Anwendungsfall besser geeignet ist. Durch die Darstellung der wichtigsten Vor- und VPN Nachteile sollte sich der Leser selbst ein Bild davon machen, welches VPN-Programm am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.

🥇 ProtonVPN – Gratis VPN ohne Datenlimit

🏅 Testnote: Sehr gut (5/5)
Empfehlung: Beste Wahl für unbegrenztes anonymes Surfen
Firmensitz: Schweiz (außerhalb EU, DSGVO-konform)

Wem es darauf ankommt, mit einem seriösen VPN Anbieter anonym zu surfen, ist bei ProtonVPN an der richtigen Adresse. Im Praxistest zeigt sich die VPN Software aus der Schweiz als sehr zuverlässig und ohne Ausfälle. Doch für das gratis VPN müssen User einige Abstriche auf sich nehmen.

ProtonVPN Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche der ProtonVPN Software (Bildquelle: Proton.me – Press Kit)

So konnte ich zum Testzeitpunkt nur zwischen drei Ländern wählen: Japan, Niederlande und USA. Zudem ist die Geschwindigkeit gegenüber der Bezahlversion gedrosselt. Die Verbindung bleibt aber stabil und zuverlässig.

🔧 Technische Details: ProtonVPN nutzt das moderne WireGuard-Protokoll (schneller und sicherer als das veraltete OpenVPN). Als Schweizer Unternehmen unterliegt ProtonVPN strengen Datenschutzgesetzen außerhalb der EU und des Fourteen-Eyes-Abkommens. Alle Server sind RAM-basiert – das bedeutet, selbst bei einer Beschlagnahmung können keine Nutzerdaten ausgelesen werden, da nichts auf Festplatten gespeichert wird.

✅ Vorteile

  • Keine Begrenzung des Datenvolumens
  • Keine Protokollierung (No-Logs)
  • 3 Länder in Gratis-Version wählbar
  • Beim Test keine Verbindungsabbrüche
  • Securitum-Audit 2025 bestanden
  • WireGuard-Protokoll & RAM-Server

❌ Nachteile

  • Nur auf einem Gerät gleichzeitig nutzbar
  • Registrierung notwendig
  • Nur 3 Länder verfügbar
  • Geschwindigkeit gedrosselt
💰 Warum ProtonVPN kostenlos sein kann: Der Schweizer Anbieter finanziert die Gratis-Version über zahlende Premium-Kunden. Eine unabhängige Prüfung durch Securitum (2025) bestätigte die No-Logs-Policy – das bedeutet, ProtonVPN speichert keine Informationen über deine Online-Aktivitäten.

Fazit: Um das Bedürfnis nach Anonymität zu befriedigen, ist dieser Client in der kostenlosen Version eine hervorragende Lösung. Wer jedoch mehr Länder wählen und schnellere Geschwindigkeiten haben möchte, sollte hier auf die Bezahlversion umsteigen.

Webseite: https://protonvpn.com/ (Kein Werbelink)


🥈 Windscribe: 10 GB monatlich kostenfrei

🏅 Testnote: Gut (4/5)
Empfehlung: Beste Serverauswahl im Gratis-Bereich
Firmensitz: Kanada (Fourteen-Eyes-Mitglied)
📍 Hinweis zum Firmensitz: Kanada ist Mitglied des Fourteen-Eyes-Abkommens (Geheimdienstkooperation mit USA/UK). Dennoch gilt Windscribe als vertrauenswürdig, da die No-Logs-Policy unabhängig geprüft wurde (PacketLabs 2024) und RAM-Server keine dauerhafte Datenspeicherung ermöglichen.

Windscribe ist ein kanadisches Softwareunternehmen, das 2016 gegründet wurde und nach eigenen Angaben mittlerweile über 45 Millionen User erreicht. Im Test überzeugt auch die kostenfreie VPN Software mit einem erfrischenden Design und beanstandungsfreier Nutzerfreundlichkeit. Die Besonderheit: Auch ohne Registrierung kann man die Software nutzen. Dabei ist das Volumen jedoch auf 2 GB beschränkt. Bei der Anmeldung gibt es dafür monatlich 10 GB.

windscribe windows app.
Windscribe App für Windows

Ein Schwachpunkt in der Gratis-Version: Windscribe bietet keinen Kill-Switch. Das bedeutet: Bricht die VPN-Verbindung ab, surft dein Gerät automatisch ungeschützt weiter – deine echte IP-Adresse wird dann sichtbar. Ein Kill-Switch würde bei Verbindungsabbruch die Internetverbindung komplett kappen, bis der VPN-Tunnel wieder steht. Für gelegentliches anonymes Surfen ist das verschmerzbar, beim Torrenting oder in repressiven Ländern jedoch ein Risiko.

✅ Vorteile

  • 11 Länder in Gratis-Version wählbar
  • Benutzerfreundliches Design
  • Auch ohne Registrierung nutzbar (2 GB)
  • Nach Registrierung 10 GB monatlich
  • Moderne Datenverschlüsselung
  • PacketLabs-Audit 2024 bestanden
  • WireGuard-Protokoll

❌ Nachteile

  • Datenvolumen begrenzt (10 GB/Monat)
  • Kein Kill-Switch in Gratis-Version
  • Geschwindigkeit eingeschränkt
  • Firmensitz in Fourteen-Eyes-Land

Fazit: Dass ein VPN Dienst umsonst gleich 11 Server Standorte anbietet, ist vorbildlich und nicht selbstverständlich. Auch in puncto Sicherheit und Seriosität überzeugt der kanadische Anbieter. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass nach der Registrierung (nur) 10 GB pro Monat bereitgestellt werden.

Webseite: windscribe.com (Kein Werbelink)


🥉 Hide.me: Transparenz und Datenschutz

🏅 Testnote: Gut (4/5)
Empfehlung: Beste Wahl für datenschutzbewusste Nutzer
Firmensitz: Malaysia (außerhalb Five/Fourteen-Eyes)

Hide.me ist ein malaysischer VPN-Anbieter (außerhalb der Five/Fourteen-Eyes), der durch extreme Transparenz überzeugt. Der Dienst bietet 10 GB monatlich kostenlos und veröffentlicht jährliche Transparenzberichte. 2025 erhielt Hide.me über 500 Anfragen nach Nutzerdaten, konnte aber nichts herausgeben, da keine Logs gespeichert werden.

🛡️ Besonderes Feature – Stealth Guard: Die Stealth Guard-Funktion arbeitet wie eine Firewall – sie blockiert alle Internetverbindungen, solange keine VPN-Verbindung aktiv ist. Das ist sicherer als ein normaler Kill-Switch, da auch Apps am Start nicht ungeschützt ins Internet können. Zudem bietet Hide.me 5 Serverstandorte und mehrere VPN-Protokolle (WireGuard, OpenVPN, IKEv2).

✅ Vorteile

  • 10 GB monatlich kostenlos
  • 5 Serverstandorte verfügbar
  • Jährliche Transparenzberichte
  • Strikte No-Logs-Policy
  • Mehrere VPN-Protokolle (WireGuard, OpenVPN, IKEv2)
  • Stealth Guard-Firewall-Funktion
  • Malware-Schutz & Werbeblocker integriert

❌ Nachteile

  • Datenvolumen begrenzt (10 GB/Monat)
  • Weniger Serverstandorte als Windscribe
  • Registrierung erforderlich

Fazit: Hide.me ist die transparenteste Option unter den kostenlosen VPNs. Wer Wert auf nachweisbare Datenschutzpraktiken und zusätzliche Sicherheitsfeatures wie Stealth Guard legt, findet hier eine vertrauenswürdige Alternative zu ProtonVPN und Windscribe.

Webseite: hide.me (Kein Werbelink)


Gratis VPN vs. Bezahlversion: Ein realistischer Vergleich

Wann reicht ein kostenloses VPN – und wann lohnt sich die Bezahlversion? Diese Tabelle hilft bei der Entscheidung:

KriteriumGratis VPNBezahl-VPN
Kosten0 Euro3–10 Euro/Monat
Geschwindigkeit⚠️ Gedrosselt✅ Volle Geschwindigkeit
Serverauswahl⚠️ 3–11 Länder✅ 50–100+ Länder
Datenvolumen⚠️ Begrenzt oder unbegrenzt✅ Unbegrenzt
Geräte gleichzeitig⚠️ 1 Gerät✅ 5–10 Geräte
VPN-Protokoll✅ WireGuard verfügbar✅ WireGuard + erweiterte Optionen
Streaming❌ Selten zuverlässig✅ Spezielle Server
Torrenting❌ Nicht empfohlen✅ Optimierte Server
Smart-TV/Konsolen❌ Meist nicht unterstützt✅ Smart-DNS verfügbar
Support⚠️ E-Mail/Forum✅ 24/7 Live-Chat
No-Logs✅ Geprüft✅ Mehrfach geprüft
📊 Fazit der Tabelle:
Gratis VPN: Ideal für gelegentliches Surfen im Café, Schutz im Hotel-WLAN, YouTube-Geoblocking.
Bezahl-VPN: Notwendig für Streaming, Torrenting, mehrere Geräte, Länder mit Zensur, Smart-TV/Konsolen.

💰 Preis-Tipp: Viele Premium-VPNs bieten 30-Tage-Geld-zurück-Garantien. Damit kannst du z.B. NordVPN oder ExpressVPN einen Monat kostenlos testen.

Weitere kostenlose VPN Anbieter

  • Tunnelbear.com: Der Service bietet im kostenlosen Plan 2GB monatlich zur VPN-Nutzung. Grundsätzlich weiß dieser Anbieter mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche und mit Apps für die wichtigsten Betriebssysteme zu überzeugen. Dafür ist die Serveranzahl etwas überschaubarer als bei der Konkurrenz.

⚠️ Sicherheitswarnung: Diese VPNs solltest du meiden

🚨 ACHTUNG: Nicht jeder kostenlose VPN-Dienst ist seriös. Einige Anbieter stellen erhebliche Sicherheitsrisiken dar. Diese Dienste solltest du unter allen Umständen vermeiden!

❌ Hola VPN – Der wohl bekannteste Fall: Hola verkaufte die Bandbreite seiner Nutzer an zahlende Kunden. Dein Gerät wurde unbemerkt zum Proxy-Server für fremden Datenverkehr – darunter auch illegale Aktivitäten. Das FBI schaltete 2024 das damit verbundene Botnetz „911 S5“ ab, das über 19 Millionen IP-Adressen umfasste.

❌ Kostenlose chinesische VPNs – Viele Gratis-VPNs stammen aus China, einem Land mit massiver Internetzensur und staatlicher Überwachung. Eine Studie zeigte: 86% der kostenlosen VPN-Apps aus China sind in irgendeiner Form kompromittiert – sei es durch Malware, Datenverkauf oder Tracking.

❌ VPNs mit übermäßig viel Werbung – Wenn ein VPN dich mit Pop-ups bombardiert, verdient der Anbieter an deinen Klicks. Das Problem: Meist werden dabei auch deine Surf-Gewohnheiten getrackt und an Werbetreibende verkauft. Beispiele: SuperVPN, TouchVPN, Betternet.

❌ Gecrackte VPN-Versionen – Auf Torrent-Seiten oder in dubiosen Foren werden manchmal „Premium VPNs kostenlos“ angeboten. Diese sind illegal und fast immer mit Malware verseucht. Studien zeigen: 38% der gecrackten VPN-Apps enthalten Trojaner, Spyware oder Ransomware.

🔍 Woran du unseriöse VPNs erkennst:

  • ❌ Keine transparente Datenschutzerklärung oder Impressum
  • ❌ Sitz in Ländern mit schwachen Datenschutzgesetzen (China, Russland)
  • ❌ Keine Information zum Geschäftsmodell
  • ❌ Übertriebene Werbeversprechen („100% anonym“)
  • ❌ Keine unabhängigen Audits oder Transparenzberichte
  • ❌ Massenhaft negative App-Store-Bewertungen
✅ Merke: Ein seriöser VPN-Anbieter erklärt transparent, wie er sich finanziert, wo seine Server stehen und welche Daten er speichert (oder eben nicht).

Tipps und Tricks

Das sollten Nutzer bei der Wahl eines gratis VPN Clients beachten:

Was ein VPN leistet – und was nicht: Ein seriöses VPN verschlüsselt deine Datenübertragung und verbirgt deine IP-Adresse. Das schützt vor Tracking durch Werbetreibende, Internetanbieter und Schnüfflern im öffentlichen WLAN. Zudem ermöglicht es den Zugriff auf geo-blockierte Inhalte – etwa Netflix-Serien aus den USA oder BBC iPlayer aus UK.

Was ein VPN nicht kann: Es schützt nicht vor Viren, Trojanern oder Phishing-Angriffen. Für diese Bedrohungen brauchst du zusätzlich ein Antivirus-Programm. Ein VPN macht dich also anonymer und schützt deine Verbindung – aber nicht dein Gerät vor Schadsoftware.

Dies kommt häufig beim Streaming von Filmen zum Einsatz, die auf Webseiten im Ausland angeboten werden und für alle fremdländische I.P.-Adressen gesperrt sind.

Was bedeutet „No-Logs-Policy“ wirklich?

Alle drei empfohlenen VPNs werben mit „No-Logs“ oder „keine Protokollierung“. Aber was wird da genau nicht gespeichert?

Ein seriöser No-Logs-VPN speichert NICHT:

  • Welche Websites du besuchst
  • Welche Dateien du herunterlädst
  • Deine echte IP-Adresse
  • Zeitstempel deiner Aktivitäten
  • DNS-Anfragen (welche Domains du aufrufst)

Was darf gespeichert werden (technisch notwendig):

  • Dass du dich verbunden hast (aber nicht womit)
  • Serverauslastung (für Performance)
  • Anonymisierte Nutzungsstatistiken
🔍 Wie sicher ist das wirklich? ProtonVPN, Windscribe und Hide.me haben ihre No-Logs-Policies durch unabhängige Audits prüfen lassen (Securitum 2025, PacketLabs 2024). Das bedeutet: Externe Sicherheitsfirmen haben den Code und die Server-Infrastruktur geprüft und bestätigt, dass tatsächlich keine Logs gespeichert werden.

Windscribe bietet 2 GB komplett ohne Registrierung – allerdings mit stark eingeschränktem Funktionsumfang. ProtonVPN verlangt zwingend eine E-Mail-Adresse. Bei beiden Anbietern gilt: Die Gratis-Version ist kein Geschenk, sondern ein Marketing-Instrument.


Die Schattenseiten vieler Gratis-VPNs: Studien zeigen ein alarmierendes Bild. 67% der kostenlosen VPN-Apps für Android nutzen Tracking-Bibliotheken, um Nutzerdaten zu sammeln und zu verkaufen. 20% wurden 2024 von Antivirus-Programmen als Malware erkannt. Besonders gefährlich: Einige Dienste verwandeln dein Gerät unbemerkt in einen Proxy-Server, über den Kriminelle ihren Datenverkehr leiten.

Das berüchtigte Beispiel Hola VPN: Der kostenlose Dienst verkaufte nachweislich die Bandbreite seiner Nutzer an zahlende Kunden – ohne deren Wissen. Im schlimmsten Fall wurden Nutzergeräte für DDoS-Angriffe oder illegale Downloads missbraucht.

Deshalb gilt: Vermeide kostenlose VPNs aus China, Apps mit übermäßig vielen Werbeeinblendungen und Anbieter, die keine transparente Datenschutzerklärung haben. Setze nur auf Dienste mit geprüfter No-Logs-Policy – wie ProtonVPN (Audit durch Securitum 2025), Windscribe (Audit durch PacketLabs 2024) oder Hide.me (Transparenzbericht 2025).

Weitere interessante Artikel

Wie richtet man einen VPN Dienst ein?

Das Einrichten eines Gratis VPN-Dienstes läuft im Großen und Ganzen immer ähnlich ab, wenn man sich für eine Download-Software entscheidet. Unterschiede können bei der Kontoerstellung und je nach Betriebssystem des verwendeten Geräts bestehen.

⚠️ Wichtig vor dem Download: Lade VPN-Software nur von der offiziellen Website des Anbieters herunter – niemals aus App-Stores von Drittanbietern, Torrent-Seiten oder Foren. Diese Quellen sind häufig mit Malware verseucht.

Grundsätzlich können sich User auf den folgenden Ablauf einstellen:

  1. Wähle einen vertrauenswürdigen Gratis VPN Dienst aus, indem du Rezensionen liest und verschiedene Anbieter vergleichst.
  2. Lade die gewählte VPN Software oder -App auf dein Gerät herunter. Fast alle VPN-Anbieter bieten Apps für Windows, MacOS, iOS und Android an.
  3. Installiere die VPN-Software und starte sie. Falls eine Kontoerstellung notwendig ist, wirst du nun aufgefordert, einen Benutzernamen und eine eMail-Adresse anzugeben.
  4. Wähle einen Serverstandort aus, indem du auf die Liste der verfügbaren Server zugreifst. Die meisten kostenlosen VPN-Dienste lassen nur den Zugriff auf eine begrenzte Anzahl von Servern zu.
  5. Verbinde dich mit dem Server deiner Wahl
  6. Nach der Verbindung sollte die Benutzeroberfläche des Dienstes anzeigen, dass die Verbindung hergestellt wurde.

Für Tipps zur Wahl und Installation eines VPN Programms für Windows 10 empfehle ich unseren Spezialartikel.

VPN-Protokolle erklärt: WireGuard vs. OpenVPN

Ein VPN-Protokoll bestimmt, wie deine Daten verschlüsselt und übertragen werden. 2026 nutzen fast alle modernen VPN-Anbieter das WireGuard-Protokoll – auch ProtonVPN, Windscribe und Hide.me. Aber warum ist WireGuard besser als das alte OpenVPN?

✅ WireGuard (Modern)

  • Nur 4.000 Zeilen Code (einfacher zu prüfen)
  • Bis zu 50% schneller als OpenVPN
  • Geringerer Akkuverbrauch auf Mobilgeräten
  • Moderne Verschlüsselung (ChaCha20-Poly1305)
  • Standard seit 2020, ausgereift

⚙️ OpenVPN (Veteran)

  • 600.000+ Zeilen Code (schwerer zu prüfen)
  • Langsamer, aber sehr stabil
  • Seit 2001 im Einsatz (bewährt)
  • AES-256 Verschlüsselung
  • Gut um Firewalls zu umgehen
💡 Fazit: Alle drei empfohlenen Gratis-VPNs (ProtonVPN, Windscribe, Hide.me) unterstützen WireGuard. Das ist gut – du profitierst automatisch von höherer Geschwindigkeit und besserer Sicherheit als mit alten VPNs aus 2015.

VPN und Antivirus: Zwei verschiedene Schutzschilde

⚠️ Ein weit verbreiteter Irrtum: Ein VPN schützt NICHT vor Viren, Trojanern oder Malware. Es verschlüsselt lediglich deine Internetverbindung und verbirgt deine IP-Adresse.

✅ Wofür ein VPN schützt:

  • Abhören im öffentlichen WLAN
  • Tracking durch Internetanbieter
  • Zensur in repressiven Ländern
  • Geografische Sperren (Geoblocking)
  • IP-basiertes Tracking

❌ Wofür VPN NICHT schützt:

  • Viren und Trojaner
  • Phishing-E-Mails
  • Malware aus Apps
  • Ransomware-Angriffe
  • Social Engineering
💡 Die Lösung: Nutze ein VPN immer in Kombination mit einem aktuellen Antivirus-Programm. Kostenlose Optionen: Windows Defender, Avira Free. Premium: Norton, Bitdefender, Kaspersky.

Tipp: Einige Premium-VPN-Anbieter bieten mittlerweile integrierte Malware-Blocker. NordVPN hat „Threat Protection“ an Bord, Surfshark bietet „CleanWeb“. Diese Funktionen ersetzen aber kein vollwertiges Antivirus-Programm.

Fazit zu kostenlosen VPNs – Muss es immer die Bezahlversion sein?

✅ Gratis VPNs: Für wen lohnen sie sich wirklich?

Perfekt für: Gelegenheitsnutzer, die im Hotel-WLAN, Café oder Co-Working-Space anonym surfen möchten. Auch für gelegentliches Umgehen von Geoblocking (z.B. YouTube-Videos, die in Deutschland gesperrt sind) reichen ProtonVPN, Windscribe oder Hide.me völlig aus.

Ungeeignet für: Intensiv-Streaming (Netflix, Disney+), regelmäßiges Torrenting oder den täglichen Einsatz auf mehreren Geräten gleichzeitig. Hier lohnt sich eine Bezahlversion wie NordVPN oder ExpressVPN (oft ab 3-5 Euro/Monat).

⚠️ Die wichtigste Entscheidung: Verzichte lieber ganz auf ein VPN, als einen unseriösen Gratis-Anbieter zu nutzen. Ein VPN, das deine Daten verkauft oder Malware enthält, ist schlimmer als gar kein VPN.

Wer hingegen das Geoblocking einer bestimmten Länderkennung umgehen will, der wird gerade bei weniger im Fokus stehenden Ländern mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht um eine bezahlte Version herumkommen. Meine Empfehlung am Ende dieses Tests: Wählt immer einen seriösen Anbieter, der den Schutz eurer Daten ernst nimmt.

Noch ein Tipp zum Schluss: Wer einen VPN zum Filme schauen sucht, um die Inhalte anderer Länder von Netflix & Co freizuschalten, sollte sich vorher informieren, ob der ausgewählte Dienst das gewünschte Land als Serverstandort anbietet. Dies geht in der Regel aus den Informationen auf der Webseite, aber auch Nutzerbewertungen hervor.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wie kann ich die VPN Anbieter gratis nutzen?

Nur ein Bruchteil der gängigen VPN Dienste auf dem Markt bietet den Nutzern einen kostenfreien Zugang an. Um Zugang zu bekommen, reicht in der Regel das Erstellen eines Kontos und der Download der Software auf den Laptop oder ein Mobilgerät.

Welchen Funktionsumfang bieten kostenlose VPN Zugänge?

Der Betrieb der Server in den verschiedenen Länder ist für die Firmen kostspielig. Das ist der Grund, wieso die Gratis-Versionen im Vergleich zu der Bezahlversion mit größeren Einschränkungen daherkommen. Das können z.b. eine begrenzte Server- oder Länderauswahl sein. Oder aber die Begrenzung auf ein monatliches maximales Datenlimit.

Sind kostenlose VPNs gefährlich?

Nicht alle kostenlosen VPNs sind gefährlich – aber viele. Studien zeigen: 20% der gratis VPN-Apps wurden 2024 als Malware eingestuft, 67% nutzen Tracking-Bibliotheken. Seriöse Ausnahmen sind ProtonVPN, Windscribe und Hide.me, die sich durch zahlende Premium-Nutzer finanzieren und unabhängig geprüfte No-Logs-Policies haben.

Wie erkenne ich unseriöse VPNs?

Warnsignale sind: keine transparente Datenschutzerklärung, Sitz in Ländern mit schwachen Datenschutzgesetzen (China, Russland), übermäßig viel Werbung, keine Informationen zum Geschäftsmodell, übertriebene Versprechen wie „100% anonym“ und fehlende unabhängige Sicherheits-Audits.

Welches VPN-Protokoll ist besser: WireGuard oder OpenVPN?

WireGuard ist moderner, schneller (bis zu 50% Geschwindigkeitsvorteil) und schonender für den Akku. Mit nur 4.000 Zeilen Code ist es einfacher zu überprüfen als OpenVPN (600.000+ Zeilen). Alle drei empfohlenen Gratis-VPNs – ProtonVPN, Windscribe und Hide.me – unterstützen WireGuard. OpenVPN bleibt eine bewährte Alternative für spezielle Anwendungsfälle.

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